• 1877
    32 Frauen aus sieben europäischen Ländern gründen in Genf einen Verein zum Schutz junger Mädchen vor sexueller und wirtschaftlicher Ausbeutung. Der Verein trägt den Namen „Union internationale des amies de la jeune fille“.

  • 1882
    Der deutsche Nationalvorstand des Bundes der Freundinnen junger Mädchen wird in Berlin gegründet.

  • 1886
    Gründung des Ortsvereins Frankfurt

  • 1892
    Auf einem Informationsplakat für durch- und zureisende Mädchen, das am Frankfurter Hauptbahnhof aushängt, sind bereits folgende Mitglieder des Frankfurter Ortsvereins der Freundinnen junger Mädchen mit Angabe ihrer Adressen aufgeführt: Frau Moritz Bernus, Gräfin Groeben. Bahndienst: Frl. A. Grünewald, Frl. A. Hille, Frl. Hoch-Delosea, Frau Carl de Neuville, Frau Pfarrer Paschen, Frau Hauptmann Siefert, Frl. Anna Speyer, Frl. Anna Wagner, Frl. Mathilde Gerold, Frau Bürgermeister Hengsberger, Freiin Julie von Heyden. Mädchen auf Wanderschaft können sich an diese Freundinnen wenden, wenn sie Hilfe benötigen. Bei Bedarf werden die jungen Frauen von den genannten Damen im Ladnerinnenheim des Frauenbundes (Lange Straße 36), im Marthahaus (Schifferstraße 76), sowie im Mädchenwohnheim (Kirchnerstr. 10) untergebracht.

  • ab 1895
    Mitglieder des OV besuchen regelmäßig den Hauptbahnhof. Einstellung einer Berufsarbeiterin am Hauptbahnhof. Beginn der Frankfurter Bahnhofsmission.

  • 1896
    Schreiben an den Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt am Main, Herrn Franz Adickes, mit der Bitte um finanzielle Unterstützung für ein eigenes Mädchenwohnheim mit Stellenvermittlung. Die Mitglieder des Vereins, Frau Moritz Bernus (ihr Mann war der Gründer der Frankfurter Christuskirche im Westend), Frau Carl de Neufville (Bankhaus Neufville), Frau Anna Speyer und Frl. A. Grünewald, die den Bahndienst leitet, verfassen einen Aufruf an die Bürger der Stadt und bitten darin um Spenden für ein eigenes Mädchenwohnheim. Das Flugblatt wird auch dem OB vorgelegt.

  • ab 1897
    Der OV Frankfurt mietet Räume in der Moselstraße an, um Mädchen zu beherbergen. Die angemieteten Räume reichen aufgrund des großen Andrangs schnell nicht mehr aus.

  • 1904
    eröffnet das Wohnheim „Heimat für Mädchen“ seine Pforten in der Taunusstraße 9. Der Frankfurter Verein bietet jungen Damen auch eine Stellenvermittlung an. 1903 werden 740 von 1385 stellensuchenden jungen Frauen – darunter 28 Französinnen – durch die „Heimat“ vornehmlich als Gouvernanten und „Bonnen“ (Dienstmädchen) in herrschaftliche Frankfurter Bürgerhäuser vermittelt.

  • 1909
    erneutes Schreiben an Adickes. Bitte um finanzielle Unterstützung für die Einstellung einer professionellen Bahnhofsmissionarin.

Wohnheim Frankfurt, Gutleutstraße 45

  • nach 1909
    Erwerb weiterer Wohnheime, zunächst in der Windmühlstraße 19, dann in der Gutleutstraße 45 (Bild).

  • 1922
    Der OV steht wegen der Weltwirtschaftskrise und der damit einhergehenden Inflation vor dem finanziellen Ruin. Das Wohlfahrtsamt der Stadt Frankfurt unterstützt den OV mit einem einmaligen Betrag von 25.000 Mark, damit der Verein seine Tätigkeit in der öffentlichen Wohlfahrtspflege fortsetzen kann.

  • 1940
    Die Gestapo verbietet den Bund der Freundinnen junger Mädchen wegen seiner internationalen Tätigkeit. Auch der OV Frankfurt wird enteignet, das Vereinsvermögen eingezogen.

  • 1946
    Von den 52 Mädchenwohnheimen, die bis zum Beginn des 2. Weltkriegs in Gesamtdeutschland entstehen, werden 51 durch den Bombenhagel zerstört. Das Frankfurter Wohnheim in der Gutleutstraße 45 bleibt unversehrt. Hier findet das erste Treffen des Bundesvereins nach dem Krieg statt. Nach dem Krieg gehört auch die Au-pair-Vermittlung zu den Aufgaben des OV.

Wohnheim Oberursel, Lange Straße 142

  • 1973
    Da sich die Lage des Frankfurter Mädchenwohnheims im Bahnhofsviertel als zunehmend ungeeignet für junge Frauen erweist, wird der Standort nach Oberursel-Bommersheim verlegt. In der Lange Straße 142 (Bild) entsteht ein Wohn- und Begegnungszentrum für junge Menschen aus dem In- und Ausland mit einer Au-pair-Vermittlungsstelle und einer Hausaufgabenhilfe für ausländische Kinder.

  • 2006
    nach 30 Jahren wird das Wohnheim in Oberursel verkauft.

 

 

Geschäftsstelle Frankfurt, Burgstraße 106

  • 2007
    Von April 2007 bis April 2010 bezieht der Ortsverein Frankfurt Büroräume in Frankfurt am Main (Bild: Geschäftsstelle Burgstraße 106). Seit 1970 führt er den Namen „Verein für Internationale Jugendarbeit e.V., Arbeitsgemeinschaft Christlicher Frauen, Ortsverein Frankfurt am Main. Der Verein hat eine neue konzeptionelle Ausrichtung. Vermittlung von Au-pairs gehört nicht mehr zu seinem Aufgabengebiet. Mit seinem neuen Projekt „JUSTAment“ wendet sich der OV Frankfurt an Hauptschüler und bringt sie mit SeniorPartnern zusammen, die den Jugendlichen bei der Berufsorientierung zur Seite stehen und sie durch ein vielfältiges, individuelles Training fit machen für den Beruf.

Geschäftsstelle Oberursel, Lindenstraße 16

  • 2010
    Seit April 2010 ist der vij-Frankfurt mit dem Projekt JUSTAment wieder in Oberursel, Lindenstraße 16 ansässig. Mit seinem Projekt JUSTAment unterstützt der vij Schüerinnen und Schüler auf ihrem Weg in das Berufsleben. Derzeit sind 54 SeniorPartner an drei Schulen für ca. 200 Schülerinnen und Schüler tätig.

Spacer